Hexen im Mittelalter
und die Inquisition

 

Die sogenannten Hexen waren einst die "weisen Frauen".
Sie waren Heilkundige, Hebammen, Zauberinnen, Astrologinnen und Wahrsagerinnen. Doch gab es unter ihnen nicht nur Frauen sondern auch Männer.
Sie kannten die Kräfte und Gesetzmäßigkeiten der Natur und einige von ihnen feierten zu dieser Zeit noch die alten heidnischen Feste. Das aufkommende Christentum und die spätere Inquisition machte aus diesen Menschen Verbündete des Teufels. Die alten Götter und Naturwesen wurden zu diesen Teufeln und so wurde auch die gesamte Natur dämonisiert. Viele Tiere wurden zu Tieren des Teufels, heilkundige, aber auch besonders hässliche, dann wieder besonders hübsche Frauen standen angeblich plötzlich mit dem Teufel im Bunde, sagenumwobene Bäume wurden gefällt ...

Frauen, Männer und selbst Tiere wurden Opfer der Verfolgungen während der Inquisition. Das ging soweit, daß es in einigen Landstrichen kaum noch Frauen im gebährfähigen Alter gab. Die Fruchtbarkeitsfeste waren der Kirche ganz besonders ein Dorn im Auge...

Viele alte Bücher über Kräuterheilkunde wurden während der Inquisition verbrannt, viel Wissen ist verloren gegangen. Aber in den Klosterbibliotheken haben viele alten Schriften überlebt. Hildegard von Bingen war eine ganz besonders kräuterkundige Heilerin und Philosophin. Auch von Paracelsus und antiken Heilkundigen ist noch einiges überliefert. Nur die Gelehrten durften damals die Heilkunde ausüben und studieren und sich mit Wissenschaft und Medizin zu befassen. Dem einfachen Volk war es verboten.

 

Nebelwald

 

Und doch, im Verborgenen

... haben die Kinder von ihren Eltern das alte Wissen (Volksheilkunde und Aberglabe) überliefert bekommen und wurde so bis in die heutige Zeit in Teilen erhalten. Im Wort "Aberglaube" steckt das Wort Alf, welches auch Elf bedeutet. Somit beschreibt das Wort "Aberglaube" den Glauben an das Vorhanden sein von Elfen und (Natur-) Geistern.
Auch bei den fahrenden Völkern finden wir heute noch altes Wissen und Brauchtum.
Trotz Inquisition konnte die Kirche nicht alle Gottheiten und Naturgeister verbannen. Diese waren im Volksglauben so stark verankert, so daß einige später zu christlichen Heiligen wurden.

Aus der irischen Muttergöttin Brigid wurde St. Brigid und aus der festlandkeltischen Muttergöttin Anu wurde St. Anna.
Ebenfalls wurden viele Bräuche in das Christliche übertragen.
Das christliche Weihnachtsfest, die Geburt des Christuskindes fällt fast zeitgleich auf das alte Julfest, die Wintersonnenwende, die Geburt und Wiederkehr des Lichtes, oder das Oster- und Erntedankfest noch zu erwähnen ...
Das sind nur wenige Beispiele die zeigen, daß die Wurzeln noch da sind ...

Wenn wir ein wenig an der Oberfläche kratzen, uns wiedererinnern und mit den "anderen Augen und dem Herzen" sehen, dann bekommen unsere heimischen Märchen und Sagen plötzlich eine tiefere mystisch-spirituelle Bedeutung.

 

 

 

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